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TOPTHEMEN

Die Preis-Lohn-Spirale dreht sich bereits in den öffentlichen Verwaltungen !

Kaum flattern die neuen Heizkosten- und Elektroenergiekostenrechnungen ins Haus der Beschäftigten und schon passiert genau das, wovor seit Monaten gewarnt wurde. Insbesondere die Kommunen werden von einer Welle von Höhergruppierungsanträgen ihrer Beschäftigten bedrängt.

Ja es ist richtig, wir haben es in Deutschland mit einer seit 1945 noch nie dagewesenen Wirtschaftskrise und einer Preisexplusion, insbesondere in den Energie- und Rohstoffmärkten zu tun. So manche Familie erhielt in den letzten Tagen den neuen Abschlag für Heizkosten in Höhe von 300,00 - 700,00 Euro/ Monat (siehe Bericht nt-V v. 10.09.2022). Hinzu kommen die verdoppelten Abschläge für ELT. "Wir werden gerade überrannt" so der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Holger Schneidewindt. Überrannt werden aber z. Z. auch die Personalämter in den öffentlichen Verwaltungen. Das Anliegen der Beschäftigten - höhere Bewertung der Stelle und umgehend mehr Geld, um die privaten Kosten noch decken zu können. Aus vielen Kommunen wird berichtet, dass die Forderung für mehr Geld oft auch mit einer Androhung zur Kündigung verbunden wird. Es ist klar, vielen Familien steht das Wasser bis zum Hals und es liegen Existenzängste vor. Trotzdem "sollte man Reisende nicht aufhalten", so beschreibt man den Prozess bei Beschäftigten, die bereits mit einer innerer Kündigung zur Arbeit gehen. Die Kommunen sollten trotz des Arbeitskräftemangels nicht erpressbar werden, sonst sind die Gehaltsforderungen eine "Schlange ohne Ende". Höhere Entgeltgruppen werden den Kündigungswunsch nicht stoppen, wenn die Lebenshaltungskosten rasant weiter steigen. Die Kommunen wären in Zukunft permanent überfordert, wenn sie versuchen würden die sozialen Probleme ihrer Mitarbeiter die aus der Inflation und Rohstoffkrise erwachsen, zu klären. Das ist auch nicht Aufgabe der Kommunen.   

Aus der von hier vertretenen Sicht sollte klar sein, dass die Zahlung der Gehälter von der auszuübenden Arbeit und dem geltenden Tarif abhängt - nicht von den bestehenden Lebenshaltungskosten der Beschäftigten oder der Personalnot. Letzteres rechtfertigt auch nicht im Ausnahmefall höhere Eingruppierungen, um Personal zu halten. Solche Ideen werden z. Z. leider durch die Bundesregierung genährt. Die Arbeitgeber sollten nach Meinung des gegenwärtigen Bundeskanzlers bis zu 3000 Euro an zusätzlichem Gehalt auszahlen, um die Inflation und Energiekosten zu lindern. Damit greift er nicht nur gefährlich in die Tarifautonomie ein, sondern beschleunigt durch "Helikoptergeld" die Inflation.   

Die Tarifverhandlungen stehen ohnehin jährlich an - dort ist der richtige Ort, wo Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter eine der Zeit gerecht werdende Gehalts- bzw. Lohnentwicklung verhandeln und vereinbaren können. Höhergruppierungsanträge oder Verhandlungen der Personal- oder Betriebsräte zu solchen Anträgen ganzer Arbeitnehmergruppen sollten keinen Raum für "zusätzliche Tarifverhandlungen" bieten, wie das vielerorts in den öffentlichen Verwaltungen mit über- bzw. außertariflichen Forderungen bereits unsäglich praktiziert wird. 

Wir stehen auch erst am Anfang der infaltionären Entwicklungen und der Energiekrise. Diese werden erst in 2023 richtig Fahrt aufnehmen. Die damit bereits erwartete Pleitewelle bzw. Produktionseinschränkungen durch sanktionsbedingte Rohstoffknappheiten werden leider schon wieder die Steuereinnahmen der Kommunen gefährden. Damit sind die Haushalte ohnehin bis auf das Äußerste angespannt oder beginnen zu kollabieren, sodass für "außerplanmäßige Gehaltserhöhungen" kein Spielraum besteht. 

Leider sind der wachsende Arbeitskräftemangel bei qualifiziertem Personal und die sich weiter öffnende Schere zwischen Arbeitsleistung und deren angemessener Vergütung nicht die einzigsten Faktoren, die das Leistungsniveau einiger Kommunen bereits sinken, statt notwendiger Weise steigen lässt. Z. b. in Hamburg, Bremen aber auch in Berlin wird das bereits sehr deutlich. 

Seit geraumer Zeit wird in den Kommunen der bereits laufende Generationenwandel gestaltet. Eine erfahrene und auch erprobte Generation tritt in das wohl verdiente Rentenalter ein. Eine neue, zahlenmäßig kleinere Generation, tritt in das Arbeitsleben ein. Oft wird diese als Z-Generation im englisch sprechenden Raum bezeichnet. Hier eine kurze Übersicht zu den Generationen:

 Z-Generation - Arbeiten gehen ? Jetzt chill mal, Alter !

Aus vielen öffentlichen Verwaltungen und der öffentlichen- aber auch der privaten Wirtschaft ist zu hören: "Eine steigende Zahl junger Leute sind z. T. ungenübend oder nur einseitig ausgebildet, die Arbeitsmoral sei schlecht, der Umganston überheblich und unflätig, die Kommunikation misserabel, Mehrtarbeit wird grundsätzlich abgelehnt, Arbeit wird nur schleppend oder nicht erledigt, Freizeit stehe über allem und die Arbeit ist nur ein hinzunehmendes Übel, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können."

Ist das die übliche Generationendiskussion, dass die "Alten" immer die "Jungen" verurteilen ?

Nein, es handelt sich dabei nicht um eine nörgelnde und nichts mehr verstehende ältere Generation, die die jungen Menschen nur nicht verstehen will, weil sie alles besser weiß oder früher alles besser gewesen wäre.

Es bestehen objektive Faktoren, warum der Umgang mit der Genaration-Z sich gegenwärtig so schwierig gestaltet.

- Nachweislich ist das allgemeinbildende, schulische Niveau gesunken. Im Jahr 2001 sprach man in Deutschland schon von einem PISA-Schock. Seit 2005 liegt Deutschland im Vergleich mit  anderen Ländern bestenfalls nur noch im Mittelfeld beim Leseverständnis, den Naturwissenschaften und der Methematik z. B. noch hinter Polen, Island, Lichtenstein, Estland und Neuseeland. Dabei wurde z. B. festgestellt, dass viele junge Leute nicht mehr in der Lage sind einfache Alltagsprobleme, wie das Lösen von Fahrkarten am Schalterautomaten allein zu realisieren.

- Seit dem Bologna-Prozess hat das Niveau der Studienabsolventen in Deutschland merklich nachgelassen und die Zahl der Studienabbrecher stieg seiher kontinuierlich an. Der Bildungsbericht der OECE ordnet Deutschland nicht nur auf einem vergleichsweise schlechten Platz ein, sondern sieht auch noch Verschlechterungen in den zurückliegenden Jahren. Die Hochschulen sind sich einig: Ein dreijähriges Fachhochschulstudium erbringt heute kaum noch das Neveau eines früheren Grundstudiums an den Universitäten.

- Spätestens mit Eintritt der bis heute anhaltenden Wirtschaftskrise aus 2006, ist insbesondere bei einer Reihe juger Menschen eine "Sinnkrise" zu den erreichbaren Zielen im Leben eingetreten. Krisen, Kriege, prekäre Arbeitsverhältnisse, wirtschaftliche Not u. a. ließen die Moral vieler junger Menschen auf einen Tiefpunkt sinken. Das veränderte soziale Milieu und der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, trugen ihren Teil bei. Bis heute ist die Generation Y und Z mit bis zu 50 % von Zeitverträgen betroffen. 

Um es klarzustellen: es gibt gegenwärtig noch einen überwiegenden Teil junger Menschen, die sich dennoch einen sehr hohen Bildungsstand angeeignen konnten und erfolgreich sowie zielstrebig ihren Lebensweg mit großem Anstand gehen.

Dennoch, die Zahl der "Aussteiger" und "chiller" in der Generation-Z steigt atemberaubend schnell an. Wenn es um Arbeit geht, sorgt die Desinteressiertheit eines wachsenden Teils dieser Generation bei vielen älteren Kollegen und Vorgesetzten, welche den Reichtum dieser Gesellschaft erarbeiteten, für Verwunderung und Verstimmung. Schufterei am Arbeitsplatz ? Fehlanzeige ! Sie wollen nur eins: ein gutes Leben auf Kosten der Anderen mit vielen Freiräumen für die eigenen Bedürfnisse. 

Sie sind ständig im Kündigungsmodus

Sie nehmen meist nur Stellen an, die Sie zu ihren Bedingungen gestalten können. Sie hängen dem Motto "quiet quitting" an, was so viel bedeutet, dass sie ständig im Kündigungsmodus sind. Sie sind ab dem ersten Arbeitstag im Stillen bereit alles wieder hinzuschmeißen, wenn es ihnen nicht passt. Überstunden ? Geht gar nicht ! E-Mails nach Dienstschluss ? Denkste ! Jede Zusatzaufgabe wird als Belastung und Verletzung ihres Wohlbefindens empfunden.

Immer mehr Freizeit und weniger Arbeit

Die Maloche und Schinderei der Eltern- und Großelterngeneration, ist ihnen ein Graus. Die Arbeitssucht mancher Workaholics ist für sie ein Fall für den Psychologen, Leistungsgesellschaft ein ewiggestriges Phänomen. Was sie wollen, ist Freizeit und noch mehr Freizeit. "Ich lebe jetzt, Alter", so ihre Devise. Die eigene Lebenszeit soll nicht am Arbeitsplatz vergeudet werden. Deshalb sehen sie im Beruf auch keine Erfüllung oder gar Selbstverwirklichung. Chillen, Mode, Reisen und Hobby's sind ihnen wichtiger als jede noch so interessante Arbeit.

Was ist zunächst zu tun ?

- Die Bewerber sollten trotz des Arbeitskräftemangels noch sogfältiger geprüft und ausgesucht werden. Liegen Abbrüche beim Studium oder der Ausbildung vor ? Wie ist die Verankerung in der Familie ? Wieviel Praktika und Arbeitsstellen bestanden schon ?  Was war die Motivation für die Bewerbung auf die Stelle ? Welche Ziele bestehen für die Arbeit beim Arbeitgeber ? Welche Lebensziele bestehen ?

- Die Vorgesetzten sollten die neu Eingestellten immer im Blick haben und den Verlauf der Einarbeitung genau verfolgen. Es sollten Ziele im Einarbeitungsprozess gesetzt und auch regelmäßig kontrolliert werden.

- Die jungen Leute sollten in der Arbeit gefordert und auch gefördert werden und ihren festen Platz in der Teamarbeit erhalten.

- Bei Bedarf sollten anlassbezogene und stichpunktartige Missbrauskontrollen zum Surfverhalten ausgeführt werden. Jüngere Studien ergaben, dass z. T. 50 % der Arbeitszeit durch tätigkeitsfremde Nutzung des Internets verloren gehen.

Es ist zu bedenken. Bewerbungs-, Einstellungs- und Einarbeitungsprozesse kosten sehr, sehr viel Geld (durchschnittlich 25 T€) und auch Mühe vieler Beschäftigter. Der Anteil derer, die im Verlaufe eines Jahres wieder gekündigt werden müssen oder selbst kündigen, ist bei den Kommunen in Deutschland bereits auf ca. 30 % gestiegen und wächst noch weiter an (Auszug: "Die verlorene Generation ? - In der Jugend liegt unsere Zukunft ! © rcu 2022) .  

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© by rcu, 28.11.2022

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