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NEWS

Lang anhaltende Pandemie – Verherende Folgen für die Menschen und die Wirtschaft

Eine Risikoanalyse der Bundesregierung aus 2012 gibt Auskunft zum möglichen Verlauf der Covid -19 Pandemie. Wir haben diese Analyse für Sie in dem nachfolgenden Link bereitgestellt:

www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Downloads/Krisenmanagement/BT-Bericht_Risikoanalyse_im_BevSch_2012.pdf

In der Risikoanalyse ist detailliert beschrieben, welche Folgen eine derartige Pandemie wie die jetzt beginnende aller Wahrscheinlichkeit nach haben könnte. In nicht wenigen Details liegt die Analyse erstaunlich nahe bei den aktuellen Entwicklungen durch das Corona-Virus.

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Foto: Reuters; Fedosenko 

Anlass für das Szenario war das damalige Sars-Virus im Jahr 2003

In dem Szenario geht es um einen Sars-ähnlichen Virus – vor dem Hintergrund, dass ein Sars-Virus „2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat“, wie es in dem 88-Seiten-Papier heißt. Das Szenario ist sehr nahe an der heutigen Wirklichkeit.

Die Verfasser der Analyse rechnen in dem Szenario mit drei Erkrankungswellen. Allein im Zuge der ersten Welle wären sechs Millionen Menschen erkrankt. „Das Gesundheitssystem wird vor immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt werden können“, wird in der Risikoanalyse bereits im Jahr 2012 gewarnt.

Nach Abklingen der ersten Welle gebe es demnach zwei weitere, schwächere Wellen, bis drei Jahre nach dem Auftreten der ersten Erkrankungen. Grund für die weiteren Wellen: Auch Personen, die die Krankheit „durchlebt“ haben, werden zunächst immun, dann aber wieder anfällig: Weil das Virus mutiere. Auch das scheint sich mit den Erfahrungen in China 2020 zu decken.

Die Pandemie würde also über einen sehr langen Zeitraum anhalten, es sei „mit immens hohen Opferzahlen und gravierenden Auswirkungen“ auf Mensch, Volkswirtschaft, öffentliche Sicherheit und Politik zu rechnen, heißt es in dem Papier der Bundesregierung.

Auch die in der Risikoanalyse angenommene hypothetische Krankheit hat sehr große Ähnlichkeiten mit den Covid-19-Erkrankungen. Die angenommenen Symptome waren: Fieber, Husten, Übelkeit, Lungenentzündung. 

Die erste Pandemiewelle hätte am Tag 300 ihren Scheitelpunkt erreicht. Dann wären sechs Millionen Menschen, acht Prozent der Bevölkerung, gleichzeitig erkrankt, davon müssten zur gleichen Zeit 4,1 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt werden, 1,1 Millionen sogar auf Intensivstationen.

Die Pandemie verlangsamt sich dann zunächst durch überstandene Erkrankungen, verstorbene Patienten,  Maßnahme wie Isolation und Quarantäne, sowie durch Impfungen. Geeignet seien aber auch Schulschließungen und Absagen von Großveranstaltungen, so die Risikoanalyse aus 2012.

Kommt uns das alles bekannt vor? Die Frage ist warum die Pandemiepläne nicht aktualisiert waren und warum so zögerlich und unproffesionell gehandelt wurde, obwohl uns China einen großen „Vorsprung“ gegeben hatte und in der Risikoanalyse 2012 alles in etwas beschrieben war.

Auch die Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche wurden im Jahr 2012 simuliert:

Auswirkungen auf die Öffentliche Hand

Auf Staat und Verwaltung kommen hohe Kosten zu, etwa durch den Verbrauch von medizinischem Material und Arzneimitteln sowie durch die Entwicklung und Beschaffung eines Impfstoffes.

„Durch den Ausfall der Wirtschaftsleistung sind geringere Steuereinnahmen zu erwarten. Dies führt in Verbindung mit dem Anstieg der Gesundheitskosten voraussichtlich zu einer erheblichen Belastung der Sozialversicherungssysteme, vor allem der gesetzlichen Krankenversicherung.“

Auswirkungen auf die Politik

Auch in diesem Abschnitt des Szenarios kommt die Entwicklung der vergangenen Wochen in den Sinn: „Der Ruf nach einem schnellen und effektiven Handeln der Behörden wird früh zu vernehmen sein. Die Suche nach Schuldigen und die Frage, ob die Vorbereitungen auf das Ereignis ausreichend waren, dürften noch während der ersten Infektionswelle aufkommen“, so die Risikoanalyse.

Ob und inwieweit die Risikoanalyse aus dem jahr 2012 auf die heutigen Entwicklungen anwendbar ist, wird die Zeit erweisen müssen. Klar ist aber bereits jetzt, dass die damalige Risikoanalyse sehr nahe am heutigen Geschehen ist.

Deshalb empfehlen wir den Kommunen und Einrichtungen der Länder und des Bundes:

1.      Rechnen Sie nicht mit einer kurzfristigen Beendigung der Pandemie und der eingetretenen Wirtschaftskrise. Selbst wenn die Pandemie noch in diesem Jahr, etwa durch schnellere Abläufe zum Impfstoff eingedämmt werden kann, ist die wirtschaftliche Krise noch nicht zu Ende, sondern erst in voller Fahrt. Eine Struktur und Absatzkrise hatte bereis vor der Pandemie im Jahr 2019 begonnen. Die mit der Absatz- und Strukturkrise erforderliche Problemlösung benötigt viel Zeit.

2.      Ursachen für eigene Hemmnisse oder ineffizienten Handelns sollten schnell aufgespürt und auch beseitigt werden. Die Steuern, Schlüsselzuweisungen, Drittmittel und anderen Zuwendungen werden stark rückläufig sein, deshalb wird man den Prozess der Haushaltswirtschaft zeitnah darauf einstellen müssen. Schützen Sie Ihre Bediensteten vor einer drohenden Infektion und den Gesamtausfall Ihrer Organisation, etwa durch Homeoffice für einen Teil der Beschäftigten. Denken Sie an die Risikogruppen in Ihrer Organisation. Hierzu der folgende Link:

http://www.kommunalberatung-rcu.de/images/textbilder/Homeoffice.pdf

3.     Unterstützen Sie vor allem die von der Krise z. Z. am meisten gefährdeten Partner in Ihrer Region, denn das nutzt Ihnen selbst vielfach. Da geht es um die älteren Bürger, die Handwerker und Gewerbetreibenden, die freiberufler und mittelständigen Unternehmen.  

4.     Aktualisieren Sie Ihren eigenen Krisenplan bzw. die Notfallpklanung, siehe auch folgender Link:

http://www.kommunalberatung-rcu.de/images/textbilder/Notfallplanung.pdf

5.      Handeln Sie beherzt, zeitnah und auch selbstständig. Die Suche nach den Verantwortlichen in allen Ebenen wird noch in diesem Jahr einsetzen, wenn viele Menschen ihre Arbeit unwiederbringlich verloren haben, Firmen in den Bankrot gegangen und in einer Vielzahl von Familien Opfer zu beklagen sind. Die heutige Situation ist sehr, sehr ernst. Eigenverantwortung, Entschiedenheit und Solidarität ist das Gebot der Stunde.   

Beitrag mit Stand vom: 12.03.2020

Lesen Sie hier zu den aktuellen Ereignissen und den Schlussfolgerunge für die öffentliche Hand in der info.doc der RENTA CONTROL UNION  (rcu-Gruppe) weiter:

www.kommunalberatung-rcu.de/images/textbilder/Kräfte%20aus%20der%20KriseV4.pdf 


 

Pandemie beschleunigt Abgleiten in eine Rezession

Dax stürzt ab - Wall Street tiefrot - Ölpreis im freien Fall. Es ist Zeit zu handeln - auch in der öffentlichen Verwaltung und öffentlichen Wirtschaft.

Um zu erkennen, wie allumfassend und tiefgreifend die Krise werden kann, bedarf es eines Rückblicks in das Jahr 2019. Die Welt wurde immer unsicherer und die Weltwirtschaft  instabiler. Deutschland stand direkt vor einer Rezession - inmitten einer Struktur- und Absatzkrise. Der Protektionismus u. Handelskrieg stachen direkt ins Herz des deutschen Geschäftsmodells. Globale Wertschöpfungsketten gerieten unter Druck - sie fingen an zu erodieren.

Dieser Prozess wird nun durch eine weltweite Epidemie bzw. Pandemie beschleunigt und vertieft. Kein ernstzunehmender Volkswirt schließt heute für Deutschland eine Rezession aus. Viel bedrohlicher erscheint aber eine tiefe Depression mit einem starken Produktionsrückgang, hoher Arbeitslosigkeit,  schnell sinkenden Investitionen und einer alles zerstörenden Deflation. All das kann nicht mehr ausgeschlossen werden. Was muss sich ändern, dass das nicht in aller Schärfe eintritt:

Kommunikation

Die verfehlte Kommunikation hat bereits zu starken Verunsicherungen geführt. Eine wesentliche Ursache für die Angst der Menschen ist eine verständliche Erwartungshaltung vor dem Ungewissen. Es wurde schnell erkannt, dass immer nur das in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde, was nicht mehr zu verheimlichen war. Wenn wir erwarten, dass die Bürger den Verhaltenshinweisen Folge leisten, zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen, müssen wir ihnen die volle Wahrheit „zumuten“. Unsere Bürger wissen sehr gut was auf uns und jeden einzelnen zukommt. Sie wissen auch, dass nach der Krise vieles anders sein kann, als es heute ist. Natürlich ist die Ungewissheit groß, dass die alten Instrumente der Kurzarbeit und der Finanzierungs- und Investitionshilfen diesmal nicht ausreichen könnten, um nach der Krise an den angestammten Arbeitsplatz wieder zurückzukehren, die vertraute Arbeit wieder aufzunehmen, als wäre nichts gewesen. Die Menschen nehmen wahr, dass die Innenstädte in Nord-Italien wie ausgekehrt sind und das Sterben der Einzelhandelsgeschäfte, der Gaststätten und Hotels sowie der gesamten Tourismusindustrie, einschließlich des Flug- und gesamten Reiseverkehrs schnell voranschreitet. Es wird wahrgenommen, dass die Investitionen in der Industrie stark zurückgehen, der Absatz von vielen Produkten eingeschränkt ist und Zulieferungen z. B. aus China für geraume Zeit fehlen werden, für dessen Eigenproduktion wir z. T. bereits die Fähigkeiten verloren haben. Die Krise wird viele Bereiche unserer Gesellschaft erfassen. Die Probleme, die wir Jahrelang vor uns hergeschoben haben oder auszusitzen versuchten, holen uns zudem noch in der Krise ein und verschärfen diese weiter. Leider entsteht heute hier und da der Eindruck, die Menschen säßen auf der Titanik und die Kapelle spielt auf Veranlassung des Kapitäns bis zum Untergang – aber bitte bloß keine Panik. Das Prinzip Hoffnung, es wird doch alles nicht so schlimm werden und „wir saufen nicht ab“, vielleicht macht das Virus eine „Sommerpause“ oder „das Wasser macht einen Bogen um uns“, hilft hier nicht vor einem „heißen Herbst“, der für vieles und viele kein Untergang sein muss. Wie heiß der Herbst wirklich wird, haben wir heute z. T. noch selbst in der Hand - wenn wir - jeder an seiner Stelle, bereits jetzt aktiv werden, Versäumnisse offen und mit Nachdruck anmahnen, nicht duckmäusern, nicht auf "Befehle von oben warten" und die Ärmel endlich einmal hochkrempeln. Es ist leider, wie in vielen Krisen: Die Verantwortlichen ducken sich weg, warten ab was passiert und was die Menschen denken, schicken die zweite Reihe zum Verschleiß an die Front, um später allen zu sagen, was diese bereits lange wussten. Es ist erbärmlich.      

Bereits in der Krise selbst wächst Neues

Erfreulich ist, dass neues entsteht und viele auch daran teilhaben können. Wir sind nicht zur Tatenlosigkeit verdammt und müssen nicht abwarten was da über uns kommt. Die Aufbruchstimmung ist gerade jetzt erforderlich, wenn z. B. eine neue, modernere Struktur in der Industrie entstehen soll oder unser Gesundheitswesen selbst ihre andauernde „Eigenerkrankung“ überwindet, sehr schnell Intensivkapazitäten schafft und die Strukturen im Gesundheitswesen endlich den Erforderlichkeiten anpasst. Letzteres wird helfen, die Mortalitätsrate zu senken und den Menschen einen Teil ihrer Angst nehmen. Es nutzt z. Z. ganz wenig den Menschen zu suggeruieren, es träfe villeicht nur 20-25 % der Rentner, mithin 4 Millionen alte oder bereits kranke Menschen und es sei viel wichtiger die Wirtschaft zu retten. Zynischer geht es nicht mehr und das merken viele Menschen, weil sie ihre Moral noch nicht am Bankschalter abgegeben haben. 

Was ist in der öffentlichen Verwaltung und öffentlichen Wirtschaft zu tun. Natürlich besteht dort die Verantwortung dafür, dass das gesellschaftliche Leben im Ernstfall nicht zum erliegen kommt, dass denen rechtzeitig geholfen werden kann, die z. B. in den Kommunen demnächst der Hilfe bedürfen. Dazu ist ein Notfall- oder Krisenplan schnell zu aktualisieren und wenn erforderlich oder vom RKI gefordert auch zu aktivieren. In solchem Falle wird mit 24 Stunden am Tag Daseinsvorsorge gerechnet werden müssen. Das bedarf einer anderen Arbeitsorganisation und den seit langen anstehenden moderneren Methoden der Zusammenarbeit, wie der Videokonferenz für schnell einzuberufende Beratungen oder den oft noch zu Unrecht verschmähten Telearbeitsplätzen bzw. des Home–Office oder der digitalen Akte, welche wir über die Krise hinaus benötigen und die neue Zeit der Verwaltung mitbestimmen werden. Wer hierbei zurückbleibt, wird die verlorene Zeit nicht mehr aufholen können und in der alten Zeit, mit allen Konsequenzen verbleiben. In der Wirtschaft sind diese Arbeitsformen seit Jahren nicht mehr wegzudenken und haben zu hoher Effizienz und schnelleren Handlungsabläufen geführt. Aus eigener Erfahrung der RENTA CONTROLL UNION lässt sich dazu sagen, dass diese Formen der Arbeit nicht von einem Tag auf den anderen eingeführt und beherrscht werden können. Noch ist aber Zeit, die dringend genutzt werden sollte. Die rcu führt so z. B. bereits heute Formen der Beratung der öffentlichen Verwaltungen aus, welche mit der Methodik der kostenfreien Videokonferenz schnell und kostengünstig realisiert werden. Viele Mandanten möchten die Form der Beratung nicht mehr missen, wenn schnelle Hilfe erforderlich ist. Eine Telefonkonferenz kann das nicht ersetzen, da die Videokonferenz die direkte Reaktion der Teilnehmer viel besser erkennen lässt und der Einsatz von Anschauungsmitteln zur Verdeutlichung der Sachverhalte eingesetzt werden kann.

Aber es ist auch an den Ausfall von Steuermitteln und der Verringerung von Schlüsselzuweisungen bereits jetzt zu denken. Die Erfahrungen der Finanzkrise 2008 machen deutlich, dass es bereits im Vorfeld knapperer Kassen dringend gelingen muss, neue effizientere Strukturen zu schaffen, welche uns die erforderliche Variabilität in den Personalkosten verschafft. Das in den Kommunen, den Einrichtungen der Länder und des Bundes. Dort ist seit Jahren sehr gut bekannt, was hemmt und nicht mehr zeitgemäß ist, Investitionen auf den Sangt-Nimmerleis-Tag verschiebt, wie das am Berliner Flughafen zu sehen ist. So würden wir die Krise nicht bewältigen und die Menschen werden das nicht verzeihen. Wir brauchen sofort schnellere Verwaltungsabläufe, an allen Stellen der Verwaltung und öffentlichen Wirtschaft. Es ist jetzt noch Zeit die überkommenden Strukturen und Hemmnisse in Ordnung zu bringen, weil uns diese sonst in der Krise zusätzlich wieder begegnen werden und die Situation unlösbar verschärfen können.

Was muss grundlegend überdacht werden

Die eingetretene Krise zeigt uns bereits, dass die Art unseres globalen Handelns einer Änderung bedarf. Die bedingungslose Verlagerung von Teilen der Produktion in das Ausland erscheint aus vielen Gründen zu einem Problem zu werden. Grundstoffe für Arzneimittel fehlen z. B. ersatzlos. Lieferketten brechen zusammen und können die Industrieproduktion z. T. zum erliegen bringen. Nicht nur der Preis, sondern auch die Versorgungssicherheit muss zukünftig eine viel größere Rolle spielen. Das betrifft auch die sog. Energiesicherheit unseres Landes.

Auch unser gesamter Ansatz zur Umweltpolitik wird vollständig in Frage gestellt, wenn wir feststellen, wie und auf welche Art die Produkte hergestellt werden, welche wir aus Kostengründen auslagern. Geiz ist dann plötzlich nicht mehr geil und es wird sich erst zeigen müssen, ob wir gesellschaftlich tatsächlich in der Lage sind, Umweltschonung vor Gewinn zu realisieren.

Beitrag mit Stand vom 09.03.2020

 


Coronavirus: Auf Epidemie bzw. Pandemie rechtzeitig vorbereiten 

Deutschland befindet sich gegenwärtig in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Phase eines Strukturwandels. Nun tritt hinzu, dass wir uns in Deutschland auf eine Epidemie und sehr wahrscheinlich auch auf eine Pandemie einstellen müssen. Zusammen entsteht daraus eine sehr gefährliche Mischung. Eine Epidemie oder Pandemie wird die Wirtschaftskrise in Deutschland wesentlich verstärken, sodass mit einem erheblichen Rückgang der Steuereinnahmen und der Schlüsselzuweisungen zu rechnen sein wird. Die Kommunen werden von diesem Rückgang zuerst betroffen sein.

Der Coronavirus wird an Deutschland nicht vorbeigehen, da wir in einer globalen Welt leben. Gegenwärtig wird von der Bundesregierung versucht Zeit zu gewinnen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Versäumnisse in der Pandemieplanung möglichst schnell aufzuholen. Diese Zeit sollte dringen dafür genutzt werden, um die öffentlichen Verwaltungen und auch die öffentliche Wirtschaft auf eine Epidemie oder Pandemie vorzubereiten. Die primäre Zuständigkeit für die Bewältigung von epidemisch bedeutsamen Lagen biologischen Ursprungs liegt in Deutschland bei den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Von entscheidender Bedeutung wird aber sein, wie der Bund, die Länder, Landkreise und Kommunen Hand in Hand zusammenarbeiten und es dabei gelingt, die Daseinsvorsoge in den Kommunen aufrecht zu erhalten. Zu letzerem bedarf es ausreichender Notfallpläne der Kommunen. 

Die Notfallpläne der Kommunen sollten deshalb zeitnah, schlüssig und praktikabel überarbeitet werden. Bestehen dagegen solche Planungen noch nicht und bestehen in der Gemeinde noch keine Vorkehrungen für ein der kommenden Aufgabe angemessenen Krisenmanagements, so sollte ein solches bereits jetzt entwickelt werden.

Die Sicherheit der Bürger einer Gemeinde ist der Hauptgrund für die Notwendigkeit eines Krisenmanagements. Gefahrenabwehr kann nicht nur durch die Polizei gewährleistet werden. Die Kommunen müssen sich Ihrer Verpflichtung bewusst sein und Ihre Aufgaben, Mittel und Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr kennen. Dies bedeutet, die planerische und personelle Gestaltung von Einsatz- und Notfallplänen sollte bereits im Vorfeld entwickelt werden.  Die Verwaltung muss fähig sein, 24-Stunden, sieben Tage die Woche mit dem Eintritt oder der Vergrößerung einer Gefahr mit dem Krisenmanagement zu rechnen und mit der Bewältigung der Lage fertig werden. 

Keiner mag sich heute vorstellen, dass die freiwilligen Feuerwehren der Kommunen nicht mehr einsatzbereit sind, die Stadtwerke keine Energie und kein Wasser liefern und der sich anhäufende Müll zur Seuchgefahr wird. Handwerker und Gewerbetreibende stehen vermehrt nicht mehr zur Verfügung und das kommunale Leben kann schrittweise zum erliegen kommen. 

Gerade deshalb ist die Funktionsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen auch im Krisenfall der Epidemie dringend erforderlich.

Hier bedarf es zunächst eines Selbstschutzes Ihrer Verwaltung oder Einrichtung beim Eintritt einer Epidemie, weil diese wenn auch eingeschränkt, handlungsfähig bleiben müssen. Dabei sollten die bekannten Hygienemaßnahmen strikt eingehalten werden. Hierzu hat die RENTA CONTROL UNION (rcu) bereits unter dem 21.02.2020 allgemeine Handlungsempfehlungen veröffentlicht, siehe Link:

forum.renta-control-union.de/viewtopic.php 

Als Arbeitgeber sollten die Kommunen u. a. auch bereits jetzt nachfolgendes überdenken:

  • Sie sollten bereits jetzt analysieren, welches die kritischen Bereiche für Ihre Arbeit im Krisenmanagement sind, welche bei der Daseinsvorsorge nicht "ausfallen" dürfen. Dafür empfiehlt es sich u. a. ein hinreichenden Vertretungsplan zu erarbeiten und ggf. Pläne für die Einweisungen der Vertretungen auszuarbeiten. 
  • Es sollten bereits jetzt praktikable Konzeptionen für Heim- und Telearbeit vorgehalten werden. Wenn Heim- und Telearbeit tatsächlich reibungslos und vor allem verlässlich funktionieren soll, bedarf das einer ausreichenden Vorbereitung, welche Zeit beansprucht.
  • Die Bevorratung mit ausreichenden Hygienemitteln sollte bereits jetzt erfolgen, wenn das noch möglich ist. Dabei sollte auch daran gedacht werden, dass alle Flächen, Geländer, Türen usw. regelmäßig desinfiziert bzw. gereinigt werden müssen. Hierzu benötigen Sie für einen langen Zeitabschnitt Kräfte und Material.      

Es ist z. Z. nicht hinreichend bekannt, wie schnell und wo sich das Virus ausbreiten wird. Panik ist fehl am Platze. Deshalb sollten die Entwicklungen in den Medien gut verfolgt werden und angemessen und angepasst reagiert werden, denn die Vorbereitungen auf eine mögliche Epidemie sind nicht in wenigen Tagen getroffen.   

Beitrag mit Stand vom 24.02.2020 

 

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© by rcu, 30.09.2020

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